Die türkische Influencerin Nihal Candan ist im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen ihrer schweren Magersucht verstorben. Die Nachricht über ihren Tod hat in den sozialen Medien für große Bestürzung gesorgt. Ihre Geschichte macht erneut deutlich, wie ernst Essstörungen genommen werden müssen.

Nihal litt seit Jahren unter Magersucht. Innerhalb von zwei Jahren verlor sie dramatisch an Gewicht – insgesamt 40 Kilogramm. Kurz vor ihrem Tod wog sie nur noch 22 Kilogramm. Laut ihrer Mutter wurde sie zuletzt künstlich am Leben gehalten. Während einer Behandlung im Krankenhaus hörte ihr Herz plötzlich auf zu schlagen.
In den sozialen Netzwerken trauern viele Fans um Nihal. „Du bist viel zu früh gegangen. Doch dein Lächeln und deine Energie bleiben unvergessen“, schreiben viele ihrer Follower auf Instagram.

Auch ihre Familie steht unter Schock: Ihr Vater soll Medienberichten zufolge einen Herzinfarkt erlitten haben – aus Sorge um seine Tochter.
Zuletzt nahm Nihal kaum noch Nahrung zu sich, sie lebte nur noch von Soda und Kaffee. Ihr Schicksal lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf ein Thema, das viele betrifft – insbesondere junge Menschen. Der gesellschaftliche Druck und die idealisierten Körperbilder in sozialen Netzwerken gelten als mitverantwortlich für die Entstehung von Essstörungen.
Laut dem Bundesamt für Öffentliche Gesundheit sind etwa 14 von 1.000 Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens von Magersucht betroffen. Weitere 28 erkranken an Binge-Eating-Störung, und 19 an Bulimie. Männer sind deutlich seltener betroffen.
Fachleute betonen immer wieder, wie wichtig es ist, frühzeitig Hilfe zu suchen – auch anonym. Nihal Candans Schicksal ist eine tragische Erinnerung daran, wie gefährlich und tödlich Essstörungen sein können.







