Das US-Olympische und -Paralympische Komitee (USOPC) hat offiziell beschlossen, trans Athletinnen von der Teilnahme an Wettkämpfen in Frauensportkategorien auszuschließen.
In den letzten Monaten wurde dieses Thema intensiv diskutiert. Nun hat das Komitee am Montag seine Richtlinien zur Sicherheit von Athletinnen und Athleten auf der offiziellen Website aktualisiert – das entsprechende Dokument trägt ein Datum aus dem Vormonat.
Obwohl die Änderung vom USOPC stammt, wurde sie nicht öffentlich angekündigt. In den neuen Richtlinien heißt es, dass trans Athletinnen nicht mehr an Frauensportarten teilnehmen dürfen. Wörtlich steht dort:
„Das USOPC wird weiterhin mit verschiedenen Verantwortlichen zusammenarbeiten – darunter das IOC, das IPC sowie nationale Sportverbände – um sicherzustellen, dass Frauen ein faires und sicheres Wettbewerbsumfeld vorfinden, im Einklang mit Executive Order 14201 und dem Ted Stevens Olympic & Amateur Sports Act.“
Im Februar dieses Jahres unterzeichnete Präsident Donald Trump die Executive Order 14201 mit dem Titel: „Männer haben im Frauensport nichts zu suchen.“
In der Richtlinie heißt es, dass die Teilnahme von trans Athletinnen in Frauensportarten „herabwürdigend, unfair und gefährlich“ sei und cis-Frauen und Mädchen das gleiche Recht verwehre, „an Wettkämpfen teilzunehmen und sich darin zu behaupten.“
Weiter heißt es: „Es soll zudem die Politik der Vereinigten Staaten sein, sich im Interesse von Sicherheit, Fairness, Würde und Wahrheit grundsätzlich gegen die Teilnahme biologisch männlicher Athleten an Frauensportarten auszusprechen.“
Allerdings ist bisher unklar, ob diese Richtlinie bereits vor den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles zur Anwendung kommen wird.
Bislang hat keine offen trans Athletin in einer Frauenkategorie bei Olympischen Spielen eine Medaille gewonnen.
Die USOPC-Vorsitzende Sarah Hirshland und Präsident Gene Sykes bestätigten die neue Regelung in einem Schreiben an die Medien:
„Als staatlich anerkannte Organisation sind wir verpflichtet, den Erwartungen der Bundesregierung zu entsprechen.“
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