Millionen Menschen in Deutschland haben derzeit Anspruch auf Bürgergeld – darunter auch Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Im Gegensatz zu Geflüchteten aus Ländern wie Syrien oder Afghanistan erhalten sie direkten Zugang zu dieser staatlichen Unterstützung. Genau das will die AfD nun ändern.
Die Partei fordert, dass künftig auch für Ukrainerinnen und Ukrainer wieder das Asylbewerberleistungsgesetz gelten soll. „Die damalige Entscheidung der Ampelregierung zum Rechtskreiswechsel basierte auf der Annahme, dass ukrainische Kriegsflüchtlinge schnell in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden. Diese Erwartung hat sich jedoch nicht erfüllt“, heißt es in dem Antrag der AfD.
AfD will Bürgergeld für Ukrainer beenden – auch bei bereits in Deutschland lebenden Flüchtlingen
Trotz massiver Kritik untermauert die AfD ihren Antrag mit Zahlen: So würden 58,8 Prozent der ukrainischen Geflüchteten Bürgergeld beziehen, die Arbeitslosenquote unter ihnen liege bei 41,7 Prozent. Die von Alice Weidel und Tino Chrupalla geführte Partei will daher nicht nur Neuankömmlinge von den Bürgergeld-Leistungen ausschließen, sondern auch bereits in Deutschland lebende Ukrainerinnen und Ukrainer.
Um die „Belastungen für deutsche Steuerzahler zu reduzieren“, soll die Regelung auch auf Bestandsfälle angewendet werden. Zwar sieht der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD bereits vor, dass ab dem 1. April 2025 eingereiste Geflüchtete kein Bürgergeld mehr erhalten sollen – allerdings fehlt bislang ein entsprechendes Gesetz. Die AfD fordert nun eine rasche gesetzliche Umsetzung dieses Vorhabens.
Laut Antrag sollen selbst bestehende Leistungsansprüche innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten der Gesetzesänderung auf das Asylbewerberleistungsgesetz umgestellt werden. Besonders die Grünen und die Linke üben scharfe Kritik an dieser Forderung. Wie die Bundesregierung auf den Antrag reagieren wird, ist bisher unklar.







